Schmerzfreier Spaß

Zweiradboom: So hat man auch bei längeren Touren Freude am neuen Fahrrad

Es macht Spaß, ist umweltschonend und gut für die Gesundheit: Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Statista zufolge ist der Bestand an Rädern 2021 in Deutschland auf das Rekordniveau von 81 Millionen gestiegen, es wurden allein zwei Millionen neue E- Bikes verkauft. Das Rad wird sowohl in der Stadt genutzt als auch bei längeren Touren am Wochenende oder im Urlaub. Nach ausgiebigeren Ausflügen kennt wohl fast jeder Radler und jede Radlerin das Phänomen, dass Po, Rücken und Nacken immer wieder mal schmerzen. Wie lässt sich das vermeiden? Hier sind drei Tipps, mit denen man mehr Freude am neuen Rad haben kann:

 

1. Bei der Anschaffung eines neuen Rades nicht sparen

Wer sein Fahrrad schmerzfrei nutzen will, sollte bei der Anschaffung nicht sparen, das gilt für „normale“ Räder ebenso wie für E-Bikes. Hochwertige Modelle haben ihren Preis – dafür kann man auch lange Freude an ihnen haben. Bei Billigmodellen ist der Ärger oft schon vorprogrammiert. Wer sich hauptsächlich für den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder für die Wochenendtour aufs Rad schwingt, ist mit einem Citybike gut ausgestattet. Wer komfortabel längere Strecken unterwegs sein möchte, für den ist ein Trekkingrad die beste Wahl. Sportler und Geländefahrer entscheiden sich für ein Mountainbike.

 

2. Onlineshopping ist bei Rädern keine gute Lösung

Beim Onlinekauf kann man sparen, das gilt auch fürs Fahrrad. Gerade hier ist die Bestellung im Netz aber nicht die beste Wahl. „Was man im Internet nicht kaufen kann und gerade beim Fahrrad von großer Bedeutung ist, ist eine gute Beratung“, erklärt Thomas Bayer, Geschäftsführer beim Allgäuer Unternehmen „Die Sattelkompetenz“. Wer im Internet bestelle, bekomme das Fahrrad meist vormontiert im Karton, die Einstellungen etwa beim Sattel und beim Lenker müsse man danach selbst vornehmen. „Fahrräder sind komplexe Objekte, die Einstellungen sollten optimal passen“, so Bayer.

 

3. Beim „Bikefitting“ das Rad millimetergenau einstellen lassen

Minimal falsche Einstellungen etwa von Sattel und Lenker können eine Fahrradtour zu einem schmerzhaften Ereignis werden lassen. „Hier setzt das sogenannte Bikefitting an“, erklärt Thomas Bayer. Das Fahrrad werde dabei im Handel millimetergenau auf die Bedürfnisse und physiologischen Voraussetzungen des Fahrers eingestellt. „Optimalerweise lässt man sich bereits vor dem Kauf eines neuen Fahrrads mithilfe eines Physiotherameters vermessen und beraten“, rät der Experte. Hier finden Sie ein bundesweites Verzeichnis der Fachhändler und Sanitätshäuser, die diesen Service anbieten. Diese stellen nicht nur neue Räder ein, auch mit einem gebrauchten Bike kann man das Fachgeschäft aufsuchen.